wie geht es weiter

Ist mal wieder an der Zeit was in den Blog zu klickern. Die paar Tage Savannah hatten es in sich. Naja, immerhin hatte ich bei meiner Vermieterin Sue eine Aushilfs-Seelsorge. Mit fiel es wirklich schwer, dort abreisen zu müssen, aber ich hatte keine Wahl. Es ging zurück nach Atlanta, eigentlich wollte ich nach Miami, aber das wäre alles so stressig gewesen, ewige Zeiten im Bus, dann den Weg wieder nach Norden, Flüge sind nicht wirklich billig (ist Spring Break und dann Osterferien), so habe ich kurzer Hand umdisponiert und auf Sue gehört. Fahr nach Washington, da kannst Du 1000 Sachen machen.

Savannah ist wirklich schön, der Historic District mit den alten Herrenhäusern, die Uferpromenade am Savannah-River. Super. Leider hat das ganze auch Beigeschmack, so was haben wir uns in der Regel zusammen angeschaut, macht mich immer traurig dann.

Sue ist mit mir am 2ten Tag zu Wormsloe gefahren, das ist der “Tunnel” mit dem Moosbäumen, weltbekannt durch Tom Hanks in Forrest Gump, die Stelle wo er al kleiner Junge mit dem Beinschienen gejagt wird und seine Freunding ruft : Lauf, Forrest, Lauf.. Leider hat es geregnet und keines der Bilder ist wirklich was geworden. So what, ich war da Smiley .

Abends sind wir dann noch in eine “Künsterkneipe”. Die örtlichen Nachwuchstalente der Universität geben dort ihre Stücke zum besten, sei es musikalisch oder Verse oder Gedichte. Ich habe natürlich nur die Hälfte verstanden, aber ein paar der Musikmacher waren schon toll. Hab Videos (eher gesagt nur Ton) gemacht, wenn ich Zeit und Lust habe, bereite ich das ml auf und stells ein.

Die Zeit in Savannah ging viel zu schnell rum, es ist tags sauwarm schon im April, Nachts aber angenehm kühl. Sue hat mir zum Abschied noch mal was gutes gekocht, sie ist wirklich nett gewesen.

Ich bin also zurück nach Atlanta, um von dort weiter nach Washington zu fahren. Das wäre aus von Savannah aus gegangen, aber dann hätte ich dort fast ein Woche totschlagen müssen, das kann ich mir nicht leisten. Tim, ein Mittvierziger hat 2 Häuser und ist AirBnB-Fan vom feinsten. Dort angekommen werde ich gleich in die “Männer-Riege” aufgenommen und von Theo nach Chicago eingeladen. Mal sehen, erst mal kommt noch New York. Ich habe das Haus quasi für mich alleine und kann kommen und gehen wie ich will, hab nen Schlüssel. Das machts auf der einen Seite entspannt, auf der anderen Seite… naja, genug gejammert.

Atlanta ist meiner Meinung nach nicht der Brüller, aber es ist nicht so wuselig, hat ein gutes Metro und Busnetz und so komme ich schön rund. Leider kostet alles ein Vermögen an Eintritt, das Coca-Cola-Museum, das Aquarium, CNN-Tower, so schaue ich mir eben die Parks an, laufe den Government-Walk und ein klein bisschen geocachen ist auch dabei. Tim hat mir eine Empfehlung für ein Pup gegeben, das Taco Mac ist eine Sportsbar, es gibt über 100 Sorten Bier. Krasse Nummer, wollte ein Foto machen, habs aber dann verpeilt. DAvid, der Barkeeper schliesst mich wohl gleich in sein Herz und bringt ir ein Probierglas nach dem anderen. Manches ist einfach nur bäh, anderes schmeckt nach Hubba-Bubba und einige sind ok.

Wie schon in Australien ist essenstechnisch leider Fleisch nach wie vor die Hauptmahlzeit in den USA. Es gibt glaube ich mehr Burgerbuden als sonst was, und MacDonalds ist in der Tat nicht die Marktmacht. Am ersten Abend gönne ich mir auch Burger (bei Sue gabs immer lecker fresschen), am 2ten dann einen Salat-Teller.

Tja, mehr gibts zu Atlanta nicht zu sagen. Bilder habe ich kaum gemacht, wir ist irgendwie nicht danach. Jetzt bi ich auf dem Weg nach Washington, DC. Dort habe ich vom 13.04. – 16.04. ein Zimmer rechts Zentral gefunden. Günstig ist anders, aber es ist Cherry Blossom habe ich mir sagen lassen, das treibt die Preise deutlich nach oben.

Jenny hat mich/uns ja vor Busfahren im Greyhound gewarnt. Und so komme ich direkt in einen Polizeieinsatz, 2 Reihen vor mir. Greyhound hat strenge Regeln was die Passagiere angeht (keine laute Musik, nicht laut telefonieren, nicht laut argumentieren etc.) Es ist ca. 2:00 Uhr morgens, wir machen Rast in Charlotte. 2 Farbige (ist nicht rassistisch!!!) bekommen sich in die Haare, da einer ständig singt. Der Busfahrer wirft den einen raus, der andere fährt noch mit. Dann so gegen 5.00 Uhr wieder Rast in Mebane. Ich döse so vor mich hin als plötzlich 3 Cops den 2ten Beteiligten auffordern, den Bus zu verlassen. In einer Sekunde ist der ganze Bus wach. Der weigert sich und dann gings auf einmal zur Sache, Leute fragt nicht wie. Der Typ war ungefähr so groß wie ich und ein Freund von Fastfood, geschätzte 150kg. 2 Cops brüllen auf den ein, der andere setzt den Taser an, 2 Cops auf den drauf und versuchen Handschellen anzulegen. Der wehrt sich mit allem was er hat, aber den Kampfstieren von Cops, hinter denen Thorsten wie ein Schulbub ausgesehen hätte, ist der nicht gewachsen. Der eine Cops kniet quasi im Sitz auf ihm drauf, der andere hat ihn im Würgegriff, der dritte schlägt mehrfach zu, die Fensterscheibe geht zu Bruch und nach einer Minute ist alles vorbei. Handfesseln an und fertig für den Abtransport. Das bringt min. 1 Nacht im Gefängnis, denn ich höre nur: You’ve got in the jail. Passagiere haben sich wohl über die Singerei beschwert. Wir werden noch aufgefordert, ein Formular auszufüllen und dann wars das für die restliche Fahrtzeit. Ich hoffe auch für meine restliche Zeit in den USA. Reality-Shows sind nichts dagegen..

Ich suche noch für 1 Tag eine Unterkunft in Washington, meine ist nämlich erst für den 13.04. Das gestaltet sich gerade schwierig, weil vieles ausgebucht. Auf Couchsurfing hat sich nur einer gemeldet, der hätte mich auch aufgenommen, hat aber die Bude schon voll. Die anderen 5 melden sich nicht, grrr. Im Zweifel muß ich in ein sauteures Hostel absteigen, werde berichten….

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