Singapur – the fine city

Schon am Flughafen, dem Changi Airport, kommen wir in einer völlig anderen Welt an. Hier ist alles geregelt, geordnet, ausgeschildert. Die MRT funktioniert noch besser als die Metro in Paris oder die Underground in London. Alles ist blitzeblank, Pfeile zeigen wo man sich zum Einsteigen hinstellt und wo man Aussteigende aus der MRT herausgehen lässt. Von A nach B zu kommen ist hier absolut entspannt. Der Alltag in Singapur ist sehr streng reguliert, Verstöße werden je nach Schwere mit hohen Geld-, Haft- oder Prügelstrafen, und in vielen Fällen (Rauschgift usw.) mit der Todesstrafe geahndet. Daher der Spitzname “fine city” (fine = Geldstrafe)…

Fine City

Heyko hat sich schlau gemacht welche Regeln es zu beachten gilt, damit wir uns nicht versehentlich strafbar machenSmiley Nicht essen oder trinken in öffentlichen Gebäuden und Transportmitteln, keinen Müll fallen lassen, Straßen nicht abseits der Überwege überqueren usw. Es mag sicher auch Nachteile haben, dass alles in Singapur so genau vorgeschrieben ist, aber es hatte für uns als Touristen eigentlich nur Vorteile. Die Stadt ist absolut gepflegt, sehr sicher und man findet sich schnell zurecht.

Unsere Unterkunft liegt im Stadtteil Little India : Ali’s Nest. Hier herrscht eine familiäre Atmosphäre. Man trifft viele Reisende, kann Bücher tauschen und den ganzen Tag Kaffee und Tee auf dem Sofa in der Küche trinken. Die erste Nacht haben wir im 6er Dorm verbracht, da unser vorher angefragtes Doppelzimmer irgendwie untergegangen ist. Danach hatten wir ein eigenes Zimmer, so konnte man auch mal die Türe hinter sich zu machen. Ali ist ein echtes Original, er betreibt sein Hostel schon seit 20 Jahren und ist irgendwie für seine Backpacker-Fans zur Kultfigur geworden. Zu jeder Tages- und Nachtzeit ruft er einem sein “Good Morning!” entgegen und hat kleine und große Lebensweisheiten auf Lager. Für ihn ist alles immer “simple, simple” und der Aufenthaltsbereich in der offenen Küche wird den ganzen Tag über mit klassischer Musik beschallt. Uns gefiel esSmiley.

Ali's Nest

Die Stadt ist zwar von der Fläche her klein, hat aber eine Menge zu bieten – noch mehr wenn man das nötige Kleingeld hat. Geschätzt ein Drittel der Stadt besteht aus luxuriösen Shoppingmalls und Unmengen an Restaurants, aber es gibt auch eine Reihe schön angelegter, teilweise sehr großer Parks. Südlich von Singapur grenzt eine Vergnügungsinsel an, mit einem riesigen Aquarium, Themenparks, Casinos usw. Viele Gebäude und Einrichtungen sind neu und beeindrucken durch aufwendige Architektur und Design. Vieles ist einfach schon durch seine Größe ein Hingucker, so wie das gigantische “Flugzeug auf Dächern gelandet” Hotel. Alte Gebäude gibt es nur wenige, zum Beispiel im Colonial District oder in Little India. Manchmal fehlte mir die gewachsene Atmosphäre, aber dafür ist hier halt alles städtetechnisch durchgeplant.

Skyline SIngapurDienstwagen der PutzfrauMarina Bay Sands - HotelMarina Bay Light-Show

Am allerbesten haben mir der botanische Garten und eine 3-Stunden-Wanderung durch den Mac Ritchie Park mit dem Tree-Top-Walk gefallen. Ich finde es genial, dass man aus der städtischen Umgebung  in wenigen Minuten direkt in einen Urwald gelangt, oder dass man seine Mittagspause entspannt für ein Schläfchen im Park nutzen kann. Beides kostet übrigens keinen Eintritt. Die Stadt erhebt zwar hohe Steuern auf vieles, aber sie tut auch offensichtlich sehr viel für ihre Bewohner und natürlich die Touristen. Für uns war das alles nach Indonesien der reine Luxus und die pure Entspannung, aber ich würde auch sonst jedem Singapur als Reiseziel weiter empfehlen.

Ginger-PlantTree-Top-Walk

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