New York–New York

die Busfahrt von Washington nach New York verläuft ohne Probleme. 3 1/2 Stunden, dann sind wir da. New York – Penn Station. Joris hat mir alles geschickt um reibungslos in die Bude einziehen zu können. Auch eine detaillierte Beschreibung der Metro, die in New York übrigens Subway heisst. Es kommt natürlich wie es kommen muß, ich steige in die falsche Richtung ein. Kein Problem, sofort gemerkt, rüber auf die andere Seite und zurück. In Queens angekommen finde ich auch gleich die Centre Street, noch 4 Blocks und ich bin da.

Noch während ich mit dem Codelocker kämpfe um an die Schlüssel zu kommen schleicht sich ein Mann an mich ran. Na, kann ich helfen… Ähmm, nö, komme klar. Ok, trotzdem hi, ich bin Joris… aaahhhhhh mein Vermieter, freu. Wir quatschen gleich ne Runde und dann gehts ein Stockwerk tiefer.

Das Apartment hatten wir ja schon lange gebucht (ich erwähnte es Smiley ), und es ist super. Groß, total nett eingerichtet und mit allem Komfort. Joris bietet mir an, mich nachher zum Flughafen zu fahren um Darleen abzuholen. Cool, so sparen wir uns das Subwayfahren und auch die Lauferei.

Das erste Wiedersehen am Terminal war für uns beide glaube ich ziemlich ungewohnt. Ich war auch total nervös. Die Rückfahrt war aber schon das erste Erlebnis. Von Brooklyn Hights kann man die Skyline von Manhatten in seiner beleuchteten Pracht sehen.

Der erste Abend ist recht unpektakulär, da Darleen mit etwas Jetlag gesegnet ist und mein Tag auch nicht gerade kurz war. Kleines Abendessen und dann ab ins Bett.

Am nächsten Tag heisst es nach dem Frühstück ab in die City, Manhatten angugen. Erster Eindruck: Groß, ziemlich groß… Mit der 7-day-unlimited-Subway-Karte können wir kreuz und quer durch New York fahren, für 29US$ pro Stück noch akzeptabel, da auch die Stadtbusse genutzt werden können. Als ersten schlagen wir im Finanz-District nahe der Wallstreet auf, Ground Zero. Es ist schon unglaublich, wie winzig man sich plötzlich inmitten der Wolkenkratzer vorkommt, die von allen Seiten  senkrecht in die Höhe schiessen. Das World-Trade-Center, bzw. die Baustelle ist ebenso gigantisch wie die ganze Stadt. Natürlich wollten wir das 9/11-Memorial besuchen, doch 45US$ pro Nase und ca. 3 Stunden anstehen war mir das ganze dann doch nicht wert, zumal es fies kalt gewesen ist. Am Tag zuvor ist Schnee gefallen!!! Wir schlendern also einfach was rum, schauen hier, schauen da, besuchen die Kirche direkt am Ground Zero, gönnen uns ein Sandwich zum Mittag, laufen den Broadway noch Norden und lassen die Eindrücke auf uns wirken. Am frühen Abend geht es dann zurück nach Hause, denn mir steckt noch der Vortag in den Knochen und Darleen ist auch müde.

Die folgenden Tage verbringen wir damit, New York unsicher zu machen. Natürlich ist auch etwas shopping dabei, und die legendäre Fifth Avenue darf nicht fehlen. Es unglaublich, wieviel Reichtum hier auf einem Stück Straße zusammen kommt. Vor manchen Läden stehen die Kunden Schlange, geschätzt 1 Stunde Wartezeit vor Abercrombie&Fitch. Ob man denen sagen sollte, das in South-Manhatten, genauer gesagt am South Seaport noch ein Laden ist??? Der war nämlich so gut wie leer.. aber vermutlich MUß man auf der 5th Av. gekauft haben, sonst ist man nicht state of the art. Es wimmelt übrigens von deutschen Touris, ich denke halb New York ist deutschsprachig. Ein kleines, bzw. großes Problem sind meiner Ansicht nach öffentliche Toiletten, es gibt nämlich so gut wie keine. Das machts was schwierig, ausreichend zu trinken und jedes mal in ein Diner, Subway, Starbucks oder sonst was schluppen, ist mühsam, und teuer, denn in der Regel gibts Pipi-machen nur für Gäste. Und die sind clever, lösen das oftmals mit Zahlencodeschlösser an den Toilettentüren, grrr.

Lustig ist, das man viele Orte oder Gebäude aus Kino oder TV tatsächlich so 1:1 wieder erkennen kann. Sei es nun das Chrysler-Building oder das Glocken-Tor am Central Park-Zoo (bekannt aus dem Trickfilm Madagaska). Das lässt einen doppelt staunen.

Alles einzeln auf zu zählen und beschreiben ist unmöglich, aber was haben wir im großen gemacht: WTC, Wall-Street, Broadway, diverse Kirchen, Gebäude, Chrysler-Building, Grand Central Station, Empire State Building (das war echt fett, wenn auch teuer), Central Park, China-Town, Little Italy, 5th Avenue, 6th Avenue, diverse weitere Parks, Fähre nach Staten Island an der Lady Liberty vorbei, South Seaport, Walk über die legendäre Brooklynbridge, Timesquare,Central Park Zoo, Rockefeller Center und vieles mehr. Es ist unmöglich, auch nur annähernd alles in New York abzugrasen, nicht mal in einem Monat hardcore-sightseeing, man muß Schwerpunkte setzen. Ja, so verfliegen die Tage und ein letzter Gang über den nächtlichen Timesquare läutet quasi den Rückflug für Darleen ein. Ich habe ja noch einen Tag länge rund werde mir überlegen, wie es weiter geht. Einen Plan habe ich bereits und die Vorbereitungen sind getroffen. Ich denke oft an Doro und sie fehlt mir sehr.

Am nächsten Tag bringe ich Darleen nach einer schönen Woche zum Flughafen und wieder einmal heisst es Abschied nehmen. Ein paar Tränen kann auch ich nicht vermeiden und da es beim Sicherheitscheck ewig dauert, warte ich noch bis Sie im Terminal Richtung Gate verschwunden ist.

Ein paar Eindrücke von Big Apple liefern die Bilder, aber anschauen muß sich das jeder selbst. Ich kann mich nur wiederholen. New York ist einfach gigantisch. Nicht mal die Fläche, aber da eben nicht nach links oder rechts gebaut werden kann muß allen hoch hinaus. Und das haben die New Yorker wirklich ernst genommen. 10-Stöckige Gebäude gehen gar nicht, da müssen mind. noch 30 drauf. Und es wird an allen Ecken und Enden gebaut. Welche Summen dort aufgerufen werden, kann man nur erahnen. Die Börse in NY jedenfalls dreht täglich um die 50 Billionen Dollar (angeblich).

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