meine Tage in Washington DC

es für eine Odyssee in Washington. Der Bus hat ordentlich Verspätung, über 2 Stunden, und statt um 11.00 Uhr komme ich erst so gegen 14.00 Uhr dort an, Union Station ist das Ziel. Dann beginnt die lange Suche nach einem Hotel. Alle AirBnb- und Couchsurfing-Maßnahmen haben versagt. Die Bed&Breakfast-Vermittlungen lachen mich nur aus und die Hotelbuchungsportale bieten mir was für 500$ oder am A… der Welt an.

Ich glaubs nicht… Nach langem hin und her, internet im McDonalds und dutzenden Telefonaten bereitete ich mich auf eine laaange Nacht in der Union Station vor. Ich war so sau müde, das Risiko einzuschlafen entsprechend hoch. Das hätte mir aber evtl. einen Rauswurf beschert… Naja, mit letzter Kraft dann noch 2 Portale durchstöbert und tatsächlich, in Aussenbezirk Arlington soll noch was frei sein. Für ein kleines Vermögen, aber ich habe keine Wahl.

Das Comfort-Inn erreiche ich per Hotel-Shuttle über den Ronald-Reagen-Airport. Die Fahrt mit der Metro zum Flughafen kostet nur 2$, so brauche ich kein Taxi von irgendwo zum Hotel. Das Problem ist nur: es liegen Überbuchungen vor… Zum Glück ist der Hotelmanager entspannt und ich flexibel. Das rächt sich mit einer Nacht in der Hotelsuite den naheliegenden Best Western-Hotels Smiley  , die ich nicht bezahlen muß (übernimmt das Hotel), sau cool das ganze. Zum Abendessen gehe ich in eine Sportsbar und gönne mir einen kleinen Absacker.

Am nächsten Morgen ziehe ich dann zu meiner eigentlichen Unterkunft in Washington um, Heather, in der Nähe vom Stadtzentrum. Heather ist super nett, urban planer und reist selbst gerne durch die Welt. Da ich immer noch wegen Doro angeschlagen bin, vertreiben wir uns die Zeit nach meiner ersten Runde in die Stadt mit einem Glas Wein im Garten und gegenseitigem Geschichten erzählen. Das hilft mir sehr und ich fühle mich wohl. Hinzukommt das ich zufällig am Verizon-Center vorbei gekommen bin und ja, tatsächlich war alles voller Eishockey-Fans, als ein und zum Ticketschalter, und touch-down, die super nette Lady schenkt mit ein Ticket, den das Spiel läuft schon. Mein ersten Eishockey-Spiel in den USA, super geil….

Zur Stadt selbst braucht man eigentlich nicht viel sagen. Es ist im Verhältnis recht überschaubar, hat ein ausgezeichnetes Metro- und Busnetz und bündelt quasi die gesamte amerikanische Geschichte in Downtown, die berühmte National-Mall.

Montags kleiner Sightseeing-Marathon. Spy-Museum, Space- und Air-Museum, das Capitol, die National-Library, Weisse Haus, Lincoln-Memorial und noch einigen mehr, also quasi die halbe National-Mall abgeklappert. Es ist unmöglich, alles an einem Tag zu machen (oder in einer Woche Trauriges Smiley ), daher lege ich einiges auf den zweiten, denn für diesen Abend bin ich von Heather zum Picknick eingeladen worden. Dieses wöchentliche Event findet immer in der Nähe im Grünen statt, es kommt wer Lust, Laune und Zeit hat, jeder bringt was zu essen oder trinken mit (oder kaufts im nahen Foodstall) und es wird über alles mögliche gequatscht. Ich verstehe nur die Hälfte, denn wenn 10 Leute wild, schnell und auch noch durcheinander bzw. gleichzeitig reden, dann komme ich ins schwimmen Smiley, aber so what, immerhin bin ich der “Fremde” und hab muß mehrfach von der Weltreise erzählen. So geht auch dieser Abend ohne zu viel Kopfkino zu ende und ich bin am Ende echt erledigt, denn in Washington ist es heiss und den ganzen Tag in der Stadt, das schlaucht.

Dienstag dann wieder raus in die Stadt, das Phillips-Museum für moderne amerikanische Kunst wird mein Retter, denn heute schüttet es aus Eimern. Immer mal wieder kommt es zu fetten Regengüssen, die Straßen sind teils überschwemmt und die Menschen suchen vor den Wassermassen Schutz. Mein kleiner Regenschirm schlägt sich tapfer, doch die starke Windböen setzen ihm ein Ende. Strebe gebrochen, so muß ich dringend irgendwo ins trockene. Dann geht man halt in ein Museum, von denen es in Washington Unmengen gibt. Wie schon am Vortag nutze ich fleissig den Circulation, Stadtbusse auf verschiedenen, festen Routen für 1US$. Man sieht nicht alles (für die teuren Touri-Buss-Rundfahrten muß ja was übrigbleiben Smiley  ), aber das Teil bringt einen an strategisch günstige Punkte und Viertel. Super Sache… DuPont-Circle, natürlich mal am Ufer des Potomac-RIvers, Watergate-Hotel und einiges mehr sind das Programm für heute.

Auch diesen Abend verkürzt mir Heather mit Bilder-schauen und da ich am nächsten Morgen zeitig raus muß, gehe ich entsprechend früh ins Bett. Am 16.04. fahre ich nach New York, das lang geplante Ziel mit der extrem-Frühbucher-AirBnB-Unterkunft. Der Bus geht schon um 10:00 Uhr, so das ich bereits um 8:00 Uhr das Haus verlasse und mich von Heather verabschiede, mit dem Angebot Ihr ein Zu Hause zu geben, wenn Sie mal nach Deutschland kommen mag.

Wieder einmal verlasse ich ein Stadt, und wieder einmal bin ich traurig, aber auch nervös. Doro fehlt mir, jetzt wo es nach New York geht treffe ich zum ersten mal nach langer Zeit auf Darleen und New York ist schon gigantisch. Ich hoffe, das alles gut geht. Mein Vermieter in New York hat mir viele Emails mit allen möglichen Details geschickt, es kann eigentlich nichts schiefgehen, zumindest mit dem Apartment nicht Verwirrtes Smiley .

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Ein Gedanke zu „meine Tage in Washington DC

  1. Hallo Heyko,
    wer ist Darleen..? NY ist immer eine Reise Wert. Beim Essen muss mann manchmal aufpassen und die Preise sind gesalzen. Wie gehts dann weiter? Heimreise? Drücke dir weiter die Daumen.
    Lars

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