Kuala Lumpur

die paar Tage in Tanah Rata, Cameron Highlands,waren recht schnell vorbei. Wir hatten uns noch kein neues Ziel gesteckt, zur Auswahl standen Taman Negara National Park, George Town, Kuala Lumpur und noch 2 –3 weitere. Die Entscheidung hat uns die deutsche Botschaft abgenommen, welche ich am Donnerstag mittag angerufen habe. Dort sind nämlich meine neuen Papiere angekommen, die mir von Macky und Anke zugeschickt wurden. Also Tickets für Freitag gekauft, kostet 35 RM im Super VIP-Bus. Bis auf 1 Stunde Verspätung und die halsbrecherische Fahrt im Minivan die Highlands runter (als Transfer-Shuttle) zum eigentlichen Bus alles Bombe gelaufen.

Wir erreichen Kuala Lumpur Freitag gegen 16.00 Uhr und werden am Puduraja Busterminal rausgelassen. Von dort sind es nur ein paar Minuten Fußweg zum berühmt berüchtigten HomeStay-Bezirk Bukit Bintang. Die alte Leier: fragen, anschauen, weiter…. Wir wechseln uns ab mit der Fragerei, einer immer rein ins Homestay, der andere wartet beim Gepäck. Cameron Highlands um die 20°, Kuala Lumpur 30-plus und mords Luftfeuchte, mehr muß man(n) nicht sagen. Das KL eine Weltmetropole ist, erlebt Doro quasi direkt durch einen dreisten Zwischenfall, als sie in einer Seitenstraße nach einem Homestay schaut und dort belästigt wird. Hätte ich den Scheißkerl erwischt, es wären Zähne geflogen und Knochen gebrochen…..

Wir landen schließlich im “the green hut”, einer netten Bleibe für 70 RM (nach kleiner Verhandlung Smiley ) die Nacht inkl. Frühstück. Toast, Glibber-Marmelade und Bodensee-Kaffee, aber wir wollen nicht meckern, hatten es schon schlimmer, dafür sind die Zimmer top: Sauber, gute Matratzen (nach Melakka ein nicht zu unterschätzender Faktor Trauriges Smiley ), Bad auf dem Flur aber tippi-toppi sauber.

Als erstes gilt es sich einen Überblick zu verschaffen, und Wasser zu kaufen, denn busfahren ohne Toilette, mehr sach isch ned. Sultans PalaceDie Preise treiben einem Tränen in die Augen: 2,60 RM für die Pulle im 7-Eleven direkt gegenüber. Danach Diner-Time, zuerst eine Runde um den Block. Sri Maha TempelWo die Homestays sind, sind die Restaurants nicht weit und die nächste Querstraße hat alles zu bieten was das Herz begehrt, nur kein ruhiges Plätzchen. Die Schlepper am Eingang hauen einem die Menu-Karten quasi direkt vor den Kopf, wer auch nur 1 Sekunde reinschaut ist ins Netz gegangen und sitzt am Tisch. Das nervt nicht nur, da haben wir auch keine Lust zu essen, zumal wieder Preise aufgerufen werden, soviel kostet das Zimmer nicht.

Eine Parallelstraße weiter oben entdecken wir einen großen Nachtmarkt, es wird gekocht…., und gebrutzelt…. und getan… und gemacht. Fast alles chinesisch. Es gibt ein BBQ mit gegrilltem Hühnchen, gegrilltem Lauch und etwas undefinierbarem, dazu, yes, ein kaltes Tsingtao-Bier im Eiskübel. Diese Chinesen wissen, was ein ausgetrockneter Backpacker braucht Smiley.

Die nächsten 2 Tage entdecken wir Kuala Lumpur zu Fuß, der City-Kern ist nicht so wahnsinnig groß und zur allgemeinen Verwunderung fußläufig. Die Stadt selbst ist kunter bunter Mischmasch aus Asiaten aller Regionen. Petaling Street ChinatownKuala Lumpur NightlifeNational-MoscheeWir kommen an der National-Moschee vorbei, dem Sultans-Palast, Merdeka-Square, Chinatown, Little India, dem Pasar Seni (Zentral-Markt), Sikh-Tempel und einiges mehr. Leider wurde hier manches vergeigt, denn es gibt keine zusammenhängende Metro. 4 Linien, von denen jede ihr eigenes Netz betreibt. Da gibt es die Malayische Staatsbahn, die LTR-Linie, die Monorail und Kommuter-Line. Und ausser dem Zentralbahnhof nur eine handvoll gemeinsamer Knotenpunkte, mit etwas Glück über ein Ganggewirr verbunden. Food-CourtMachts was unübersichtlich, denn (man glaubt es kaum) zu allem Überfluss werden die einzelnen Linien in ein und dem selben Stadtfaltplan (gibts an jeder Touri-Info) noch mit unterschiedlichen Farben markiert. Auf der Straßenkarte ist die Monorail gelb, auf den Metro-Routen aber grün. Straßenkarte LTR = grün und rosa, im Metro-Netz aber blau, rot und braun. Egal, wird alles überbewertet…pech nur wenn man das erst später merkt. An Futterständen mangelt es nicht und wir probieren einen Food-Court nach dem anderen aus.

Petronas-TowersAm Montag mache ich mich dann auf zur deutschen Botschaft, klappt auch alles wunderbar. Ich habe neue Kredit- und EC-Karte sowie neuen Führerschein, kann also weiter gehen. Danach Heimweg, und zum ersten mal stehe ich direkt vor den Petronas-Towern. Die Dinger sind schon ein beeindruckendes Bauwerk. Können besichtigt werden, für schlappe 90 RM pro Person… so doll kann die Aussicht auf der Skybridge nicht sein und weder Catherine Zeta-Jones noch Sean Connery baumeln da irgendwo rum (Verlockende Falle). (Quelle Wikipedia). Petronas-Towers by nightWir beschliessen also uns am abend noch mal auf den Weg zu machen, und wenn man weiss wo es langgeht sind es nur 15-20 Min. zu laufen. Ziel: Traders-Hotel – 33ter Stock – Skybar. Diese liegt ca. 100m Luftlinie von den Towern weg und man hat freie Sicht. Traders SkybarTraders HotelMit 2 Coctails bewaffnet sitzen wir direkt am Fenster und haben freie Sicht auf die Towers. HosendosenbierZiemlich fette Nummer, noch cooler war allerdings danach ein gepflegtes Dosenbier im Park vor den Twins, getarnt mit meinen Hosenbeinen, also quasi ein  Hosendosenbier Smiley .

Eigentlich war der Abflug für Dienstag geplant, doch weil wir unsere nächste Station noch nicht festgelegt hatten, haben wir für 2 Tage verlängert. Die Planung war ungewöhnlich mühselig, denn zur Auswahl stehen Taman Negara, Pangkor, George Town, die Jungle-Rail, Langkawi, Timor Islands….. und das lässt sich alles nur schwer in einer vernünftigen Route kombinieren. Die Jungle-Rail ist dabei der entscheidende Faktor, weil wir in der Regel irgendwo an der Küste sind (ausser der Taman Negara National-Park) und die Bahn durch Landesinnere verläuft. Also ist zwingend die Busfahrt zu einer Haltestation nötig, und diese gehen oftmals über Kuala Lumpur oder noch weiter südlich. Nach gründlicher Recherche und Überlegung ist dieser Teil dann gestrichen worden, denn die Bahn fährt abends so um 20.00 Uhr los und ist je nach dem morgens um 06.00 – 08.00 Uhr in Kota Bharu (da waren wir auch schon). Von Dschungel also kaum was zu sehen…

Taman Negara und die angedachte 2-tägige Dschungel-Tour wurde wegen den Blutegeln gestrichen, und nur wegen einer beworbenen 3-Stündigen Bootsfahrt extra dort hin eimern, das ist dann auch zu umständlich und kostet auch unnötig Transport. Oder eine Übernachtung, aber da ist sonst nix, also nur um mal mit nem Kahn über nen ollen Fluss zu schippern…wäre schon eine super Sache, aber was nicht geht geht nicht.

Wir entscheiden uns daher, auf der Westseite weiter nach Norden zu ziehen. Next Stop = Pangkor. Bustickets liegen bereit, morgen um 10.30 Uhr gehts los….

2 Gedanken zu „Kuala Lumpur

  1. Warum nicht Taman Negara?
    Wir waren auch dort und es war meine erste Erfahrung mit Blutegeln, war gar nicht so schlimm.
    Ein bißchen mehr Abenteuergeist ist hier angesagt.

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