in Java angekommen

Auf der Fähre von Gilimanuk nach Java haben wir Fendy, einen indonesischen Tourguide mit Schwester in Bremen, aufgegabelt und während der 1 1/2 Stunden Überfahrt einiges über Java gehört und gelernt. Offen aber neugierig haben wir uns ein Home Stay in Banyuwangi empfehlen lassen.. anschauen kostet nichts. Banyuwangi liegt ca. 7 km südlich vom Fährhafen. Zur Unterkunft bringt uns ein Bemo, in dem mindestens 3 Leute zu viel sitzen. Die Rucksäcke haben nur noch auf dem Dach platz, hoffentlich gibt keine größeren Verluste. Das kleine Home Stay “Shintata” in einer Seitenstraße sieht vernünftig aus. Zimmer zeigen lassen, kurzer Blickkontakt, kopfnicken…. einchecken! Gibts einen Haken?? Jein, an der Bude selbst ist nichts auszusetzen, mehr wird aber noch nicht verraten.

Rein zufällig (na sowas aber auch Smiley) ist Fendy einer der Bergführer zum Kawah Ijen. Nach erstem Zögern ob wir uns das leisten können, haben wir uns dann aber doch dafür entschieden. Aufbruch noch in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Dieses absolut einmalige Erlebnis bekommt einen eigenen Beitrag spendiert.

P1010006In Banyuwangi scheinen wir eine Attraktion zu sein. Ob es an der Hautfarbe oder meiner Kopfbedeckung liegt, bleibt noch zu klären. Bei der ersten kurze Runde habe ich mich jedenfalls gefühlt wie der Rattenfänger von Hameln. Sämtliche Kids der Straße im Schlepptau gings um den Block. Die Menschen sind aber nach bisheriger Erfahrung alle freundlich und offen. Englisch ist deutlich weniger verbreitet als in Bali und im lokalen Supermarkt mit angeschlossener Fressmeile, wo wir dinieren, musste unser Indonesisch aufpoliert werden. Es scheiterte schon an Hühnchen mit Reis (Nasi Ayam Goreng), ohne die Hilfe einer Kundin würde ich wohl immer noch mit der Verkäuferin verhandeln. Und die Prepaid-Simkarte fürs Telefon wäre auch in der Auslage geblieben, hätte nicht wieder ein Mädel gedolmetscht…Hilft nix, paar Brocken mehr Indonesisch müssen her.

Bali_Sanur_056Die Zeit in Banyuwangi geht durch die ausnahmsweise gebuchten Touren schnell vorbei und nach 4 Tagen, von denen wir 3 unterwegs gewesen sind, gehts mit dem Nachtzug weiter nach Surabaya etwa 300km Richtung Nord-Nordwest. Mit einem vernünftigen Netz aus öffentlichen Verkehrsmitteln werden wir uns den Weg nach Yogyakarta bahnen. Die Zeit bis zur Abfahrt um 22.15 Uhr dürfen wir bei Fendy und seiner Familie zu Hause totschlagen. Zum ersten mal testen wir den berühmten Kopi Luwak, den teuersten Kaffee der Welt. Das einmalige daran ist: Kaffee aus Tierkacke. Die (ich glaube eine Meerkatzenart) fressen die kompletten Kaffeefrüchte, aber nur das Fruchtfleisch wird verdaut. Die Bohnen kommen im ganzen wieder raus, werden gesammelt, (hoffentlich) mehrfach gewaschen, getrocknet und dann wie “gewöhnlicher” Kaffee geröstet und gemahlen. Schmeck sehr gut, aber unser feiner Sommelier-Gaumen würde sagen: nach wie vor Kaffee Laut lachen . Könnte natürlich auch daran liegen, das einem das Essen hier den Geschmackssinn wegätzt, so scharf ist das manchmal…

 

Kleine Info am Rande: Wer denkt, dass wir ausser Beiträge tippen nichts machen…..FAAAAALLLLSCH Smiley . Ein kleines Tool erlaubt es, Beiträge offline zu erstellen und dann bei Bedarf bzw. Internetverfügbarkeit direkt in den Blog laden. Da ich recht früh wach bin, nutze ich meistens die Zeit bis zum Frühstück dafür oder sonstige Freizeit.

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