Das Dieng-Plateau

Mit dem Shuttle-Bus brechen wir statt um 09.00 Uhr erst um 10.30 Uhr Richtung Dieng auf. Auch gut, bleibt Zeit die Frau am Stand mit den leckeren gebackenen Pisang (Bananen in Teigmantel) zu nerven. Die Arme hat nämlich alle Hände voll zu tun, der Andrang ist groß und der Wok zu klein Smiley . Als ich zum dritten oder vierten mal aufschlage endlich erfolgt. Entweder war es meine Hartnäckigkeit oder sie wollte mich loswerden, die 6 Pisang sind “at the house”, da schmecken die doch gleich doppelt gut…

Der weite Weg nach Dieng führt uns über Semarang, Ambarawa, Temanggung und Wonosobo. Wir müssen mehrfach umsteigen. Glücklicher Weise haben wir gleich im ersten Shuttle Sophie getroffen, eine Indonesierin die englisch spricht und ebenfalls nach Wonosobo unterwegs ist. Ohne Ihre Hilfe wären wir hoffnungslos verloren gewesen schätze ich. Die kleinen Shuttlebus-Büros liegen versteckt in der ganz Semarang, der Transfer von A nach B geht mit kleinen Zwischenbussen und die Anschlussverbindung zu finden ist fast unmöglich. Endlich landen wir in Ungaran auf einem etwas größeren Busterminal und dieser fährt bis Wonosobo durch. Abfahrt 14.00 Uhr, Fahrtzeit so um die 3-4 Stunden sein, manchmal ist aber auch Stau, dann dauerts eben etwas länger. Und wir haben Stau Vor Wut kochen. Direkt nach dem Busterminal gehts in Ungaran ca. 2 Stunden nur im Kriechtempo vorwärts. Die Klimaanlage im Bus ist der Mittagssonne nicht gewachsen, es sind locker 45° im Bus, die Klamotten in kürzester Zeit völlig durchgeschwitzt. Trinken mal wieder nur Schluckweise, wobei man schneller rausschwitzt als reingefüllt werden kann.

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Abends gegen 20.00 Uhr kommen wir endlich in Wonosobo an. Sophie rät uns, erst am nächsten Tag erst nach Dieng hoch zu fahren, lädt uns auf einen Kaffee und Gebäck zu sich nach Hause ein, bringt uns in eine preiswerte Unterkunft und organisiert den Transport am nächsten Tag. Wow, da biste platt.

Das günstige Hotel ist einfach, wir wollen nach 9-10 Stunden Bus eigentlich nur trinken, trinken, duschen (wie üblich nur kalt) und liegen. Am nächsten Morgen schnelles Frühstück, weil um 6 Uhr schon unser Motorbike-Taxi wartet. Wer hat eigentlich sein ok für 6 Uhr morgens gegeben??, wenn ich den erwische…. Müdes Smiley .

 

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Die Fahrt hoch auf das Dieng-Plateau ist alles andere als bequem. Liegt am Moped, dem schweren Rucksack und den zu langen Beinen der Europäer Zwinkerndes Smiley . Unsere beiden Fahrer scheinen sich aber zu freuen, 2 Weisse fahren zu können. Irgendwas scheint da aber nicht zu stimmen, denn statt in ein Home Stay landen wir gleich bei der ersten Sehenswürdigkeit…. Ok, dann versuchen wir das den beiden Jungs mal klar zu machen, wo die Reise hingeht: HOME STAY, ok?? Ja-Ne, ist klar nä, auf zur nächsten Attraktion. Also wieder das indonesisch auspacken und darum bitten, in ein Home Stay zu kommen. Der Auftrag von Sophie war eigentlich klar, die beiden haben da aber wohl ein Geschäft mit Rundfahrt und Führung gewittert. Als wir dann endlich in Dieng vor einem Home Stay ankommen, beende ich die Nummer. Wie soll es anders sein, ist der Transport mit 200.000 Rupiah natürlich hoffnungslos überteuert. Wieder was gelernt.

Das Dieng-Plateau ist eine alte Hindu-Stätte aus dem 7 Jh. n. Ch. Wir landen im gemütlichen Home Stay Bu Djono und unser Host Dwi (gesprochen Dui) ist freundlich und hilfsbereit. Wir bekommen eine Übersichtskarte und versuchen die unzähligen Punkte zu sondieren. Das Dieng-Plateau war ursprünglich ein Areal mit 40 Shiva geweihten Tempeln, von denen heute nur noch 8 erhalten sind. Dazu gibt es Vulkankrater, Wasserfälle, Wanderwege, Obst- und Gemüse-Plantagen, Aussichtspunkte und und und.  Java_DiengPlateau_003Java_DiengPlateau_012Java_DiengPlateau_030Java_DiengPlateau_034

Wir haben Glück und können direkt eine Parade (es ist Nationalfeiertag in Indonesien) bestaunen. Danach machen wir uns auf den Rundweg an den Tempelanlagen vorbei zum “colored lake”, ein schwefelsaurer kleiner See, der in den verschiedensten Blau- und Grüntönen schimmert.Wir lernen Hester, eine Holländerin auf Indonesien-Rundereise, kennen und wandern am nächsten Tag gemeinsam durch die Dieng-Hochebene. Was die Idylle stört, ist dieses Bild. Hier endet der Kreislauf und leider auch der Müll. Abgeholt wird nichts, gelegentlich wirds verbrannt, inkl. dem ganzen Plastik, Gummi und sonstigem. Da wundert es wenig, das man am Straßenrand Bengkel (Werkstätten) sieht, die mal eben einen Mopedmotor zerlegen und das Altöl einfach in den Rinnstein verklappen…..

Nach 2 Tagen reisen wir ab, denn unser Weg führt uns weiter in Richtung Gedong Songo, der alten Hindustätte in Bandungan.

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