Die Oase von Huacachina

Wir reisen also nach 3 Tagen aus Arequipa ab. Ziel ist nach langer Studie der Reiseführer Ica. Wir müssen uns nämlich langsam aber sicher nach Lima bewegen, haben aber noch zu viel Zeit um diese gänzlich dort zu verbringen. Großstädte sind ja nicht so ganz unser Ding. Neben Ica gibt es noch die Oase Huacachina, ein Relax-Ort 5km ausserhalb, der in den 30er Jahren als Rückzugsort für die Reichen und Wohlhabenden gedacht war. Klingt nach viel Werbung für einen Klecks mitten in der Wüste. Wir werden sehen.

P1030031P1030036Wir kaufen uns also mal wieder ein Ticket für den Nachtbus, ca. 12 Stunden dauert die Reise. Als lohnenswertes Ziel stand noch Nazca und die “berühmten” Nazca-Lines auf der Liste, doch wir haben uns dagegen entschieden.

In Ica angekommen trifft uns erst mal der Schlag. Es ist laut und wuselig, denn die Straßen werden beherrscht von unzähligen, wahnsinnigen Taxifahrern deren Hauptbeschäftigung das Hupen zu sein scheint. Egal wo, egal warum, das Teil wird benutzt. Da kann die Ampel noch so rot sein, der Vordermann muß merken das man es eilig hat, mit oder ohne Fahrgast…

In Ica ein ruhiger Plätzchen zu finden scheint aussichtslos. Doro macht sich auf den Weg eine Bleibe zu finden. Die Hostals sind mehr oder weniger alle gleich: Laut, etwas in die Jahre gekommen und es ist heiß. Wir suchen uns das vermeintlich ruhigste raus, dachten wir. Zumindest war das Hupkonzert nicht mehr so dominant. Dafür der Fernseher an der Rezeption, welche uns mit Action-Kino die halbe – ganze Nacht wachgehalten hat. Wir hatten evtl. geplant, 2 Nächte in Ica zu bleiben, denn es gab doch das ein oder andere zu sehen, Pisco-Brennerei und Wein-Bodegas z. B. Doch nach der Nacht, dem lärmigen Treiben und dem aussichtslosen Versuch einen Bus zu erwischen sind wir am nächsten Tag direkt nach HuacachinaP1030055 durchgestartet.

P1030043Mit dem Taxi geht es ca. 5km oder 10 Minuten Fahrt durch Ica Richtung Wüste. Kurz hinter den letzten Vorstadthäusern noch einen kleinen Hügel hoch, 2-3 Kurven runter und peng…. was ist das denn? Tatsächlich sieht das ganze aus wie eine Oase. Eine kleine Lagune gesäumt von einer Promenade und dahinter die Hostals. Unser Taxi schmeißt uns auf der Hauptstraße raus, das ist übrigens auch die einzige Straße dort Smiley .

Und wieder geht es ans Unterkunft suchen. Das ist nicht schwer, denn dort gibt es nur Hotels und Touranbieter. Wir kommen in dem ältesten Gebäude unter, einer Art Kolonialvilla mit Anbauten, was aber inzwischen diverse Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten erlebt hat. Soll heißen, es gibt Zimmer mit geteilten und Privatbad, einen Pool, Restaurant etc.

Man kann in Huacachina eigentlich nichts machen außer am Pool relaxen, in der Lagune baden (wer möchte), essen, trinken und die Attraktionen buchen. Sanddünen-Boarding und Sand-Buggy-Fahren in der Wüste. Bei 8 Euro pro Person ist das drin im Preis und da Doro nicht möchte, gibts ne Einzeltour. Über den ökologischen Fußabdruck kann man sich natürlich streiten, aber das steht jetzt mal hinten an und so geht es am 2ten Abend mit nem 8ter-Sandbuggy mit V8-Bigblock unter der nicht vorhandenen Haube ab in die Wüste. Geile Sache saach isch eusch. Hab nen Video gemacht, muß noch bearbeitet werden, dann stell ich das mal online…

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Der einzige kleine Haken an der Oase ist neben deren kleine Gemütlichkeit halt die Nähe zu allen, vornehmlich die Bars welche bis morgens Musik zaubern. Die hoteleigene Bar macht so gegen 0.00 Uhr Schluss, aber die ein oder andere hämmert bis 04.00 Uhr morgens die Medleys der 80er Jahre-Mucke raus bis zum erbrechen. Gut, da muß man jetzt durch..

Wir sind auf die Dünen gewandert (sau anstrengend, jeden Meter 2-3mal laufen), ich habe Sandboarding und Dünenbuggy gehabt, tagsüber einfach mal am Pool rumlungern und nix machen, ach ja, und sich nebenbei mal ganz übel den Magen verdorben. Die 2te Nacht war die Hölle, Magenkrämpfe und Durchfall vom feinsten, da war wohl irgendwas Faul im Paradies Trauriges Smiley .

Nach 3 Tagen ist dann die Weitereise nach Lima dran. Wir sind kurz vor Ende unseres Südamerika-Aufenthalts und haben leider nicht das geschafft, was ursprünglich mal vorgesehen war. Ecuador und Bolivien sind ganz rausgefallen, in Peru den Macchu Picchu gestrichen und am Titicaca-See waren wir nur 1 Nacht wegen der Höhenkrankheit. Positiv betrachtet bleibt dafür mehr fürs nächste mal Smiley ..

Von Ica haben wir einen Bus nach Lima, 4 Stunden dauert die Reise und ausnahmsweise haben wir ein Hostal vorgebucht. Wir sind gespannt, was uns erwartet.

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