Der erste Monat…

Heute ist Mittwoch, der 23.07.2013. Wir sind jetzt genau 1 Monat unterwegs. Einige Tage verrinnen wie im Flug, andere sind wie ein alter Kaugummi. Ich habe einiges neues erlebt, gesehen und erfahren. Wir haben in der Zeit einige Menschen aus den verschiedensten Kulturen und Ländern kennen gelernt. Ajay und Bay auf Mauritius, Néné, Jay und Sonja in Réunion. Ebenso Steven, ein südafrikanischer Surfer Mitte 40, der mit einer Reggae-Band unterwegs ist und eine ausgefallene Geschäftsidee hat. Aber auch ein paar Lebensweisheiten, von der die ein oder andere ihren Sinn ergibt. Erucis, Zelda, Zonté und Ivan aus Johannesburg/Südafrica, die uns als völlig Fremde über couchsurfing in Ihr Haus aufgenommen haben, als wären wir schon ewig eng befreundet, mit king-size Abendessen (Burburti) und Frühstück (French-Toast, Sirup, Würste und vieles mehr).

Wir haben uns von Full-Service bis absoluter Low-Cost verpflegt und die Unterkünfte waren bisher alle ordentlich, wenn auch nicht immer preiswert.

Trotzdem läuft manches noch nicht so rund wie es soll. Ich denke, an diese Art zu Leben muß man sich auch erst gewöhnen.

Vieles holt mich noch ein, so z. B. Unstimmigkeiten mit der Telekom oder Süwag (Energieversorger). Themen, die eigentlich klar und abgehandelt waren. Gerade die Süwag hat es aber anscheinend nicht nötig, sich an ihre eigenen gemachten Vorgaben zu halten. Ja, so was ärgert mich, immernoch. Und ich war geneigt, angemessen zu reagieren. Doch nach einer unruhigen Nacht mit zu viel Kopfkino werde ich das nicht tun und mich statt dessen einfach umfokusieren. Pollo-Pollo (keine Ahnung ob man das so schreibt Smiley ) würde der Südafrikaner jetzt sagen. Bedeutet ruhig-ruhig oder auch langsam-langsam.

Mir fehlen ein paar Dinge und mir fehlen die Liebsten, die zu Hause sind Trauriges Smiley. Heimweh? Würde ich so nicht sagen, aber der Weg raus aus einer gewohnten Umgebung hin zu etwas völlig unbekanntem ist oft schwierig. Denn gilt es auch, sich ständig auf Neues einzustellen. Aber ich habe das ein oder andere gelernt und mitgenommen. Ich hoffe, mehr und mehr davon auch umsetzen zu können.

Wir haben Besteck aus dem Flugzeug mitgenommen, um neben einen genialen Leatherman Tool auch noch Gabel und Löffel zu haben. Jede Plastiktüte oder Zettel wird recycelt und für irgendwas genutzt (Shampoo einwickeln, Schuhe verpacken, Essen im gelegentlich vorhandenen Kühlschrank verpacken, Ausgaben aufschreiben etc.). Was nicht zu haben wird einem erst richtig bewusst, wenn man es dringend braucht. Allerdings ist bei begrenztem Volumen immer die grundsätzliche Frage zu stellen: Brauche ich das wirklich oder geht es auch anders. Macht kreativ und einfallsreich.

2 Gedanken zu „Der erste Monat…

  1. Lieber Heyko,
    es ist jedes mal so schön Eure/Deine Reiseberichte zu lesen. Manchmal erkenne ich auch Plätze und Gefühle die ich auch von meinen Reisen kenne. Bitte mach weiter so! Mein Kopf reist mit 😉
    Liebe Grüße
    Monika

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