Comming Home?

Chile_Quemchi_026Chile_Quemchi_028Tja, Quemchi, das ist vielleicht ein langweiliger Ort, da ist nicht viel und es passiert auch nichts. Und vermutlich ist es genau das, was wir daran so interessant und bemerkenswert finden. Wir haben beschlossen, 3 Nächte dort zu bleiben. Von allen Stationen seit unserem Aufbruch aus Santiago war Quemchi für mich mit am schönsten. Ein Fischerdorf im nirgendwo eben, es geht gelassen und entspannt zu, niemand ist wirklich in Eile, die Touri-Info (eine Bude auf dem Dorfplatz) beschallt denselben ganztätig mit Musik verschiedenster Stilrichtungen, ist stark abhängig von der jeweiligen Mitarbeiter/in Smiley .

Wir organisieren einen Ausflug auf die Isla Aucar. Organisieren ist evtl. etwas übertrieben, wir laufen hin und auch zurück, weil der einzige Bus quasi dann abfährt, als wir gerade ankommen, naja, egal. Die Ilsa Aucar, in winziger Klecks Erde, mit dem Festland über eine Brücke verbunden. Hätte man sich auch sparen können, denn a) ist das Wasser nicht so tief und b) kann man bei Ebbe so rüber laufen. Aber es scheinen alle Hochzeiten und auch Beerdigungen in der Gegend dort statt zu finden, denn die Kirche wird restauriert und der Friedhof ist nicht leer. Wir machen ein Picknick und geniessen etwas die Ruhe dort, denn ausser uns sind nur ein paar weitere Chilenen dort.

Chile_Quemchi_032Chile_Quemchi_031Ohnehin sind wir mal wieder die Paradies-Vögel. Ein Blick in das Gästebuch unserer Herberge zeigt schnell, wir sind seit mind. 1 1/2 Jahren die einzigen deutschen, es waren noch Franzosen und Schweizer dort, aber ansonsten ausnahmslos Chilenen. Scheint zu erklären, warum man bemüht ist, alles etwas “anders” zu machen als sonst und wir wurden ja bestaunt, dass wir keine Thermoskanne, Besteck oder Geschirr dabei haben…

Am letzten Tag müssen wir mit dem Bus nach Ancud im Norden, denn wir haben Tickets für die Rückfahrt nach Puerto Varas. Von dort geht es am nächsten Tag (besser Abend) weiter, zurück nach Santiago. Von allen Großstädten hat mir Santiago bisher am besten gefallen. Keine Ahnung warum, aber trotz aller Geschäftigkeit ist es anders als anderswo. Wir mieten uns bei “unserem” Pato ein, unser Host von den ersten zwei Wochen in Santiago, wo wir den Sprachkurz gemacht haben. Es ist ein bisschen wie nach Hause kommen. Man kennt sich und die Umgebung, das Viertel und die nötigen Wege (Bus, Metro, Supermärtke etc.). Das macht es etwas einfacher, sich in der Großstadt zurecht zu finden.

Chile_Back-in-Santiago_005Chile_Back-in-Santiago_020Chile_Back-in-Santiago_023Chile_Back-in-Santiago_033Chile_Back-in-Santiago_038Ausserdem haben wir endlich mal Zeit, wirklich Sightseeing zu machen. Durch den Sprachkurs war ich mittags nicht mehr wirklich zu was zu gebrauchen und Doro hat sich an Unterlagen und Material reingezogen was ging. So sind wir endlich mal ins Centro, Präsidentenpalast, Muesum und auch die Börse konnten wir besuchen, auf den Cerro San Christobal mit dem Funicular, lange Wanderung dort oben zu den botanischen Gärten und etwas geocaching konnte ich auch mal wieder machen. Das ist in Chile ohne Auto gar nicht so einfach, weil die meisten irgendwo in Nationalparks oder Wanderwegen oder auch Bergen und Vulcanen liegenChile_Back-in-Santiago_055.

Chile_Back-in-Santiago_004Wir haben uns mal mit Jennie aus der Sprachschule getroffen und viele Tipps für den Süden der USA bekommen. Savannah, Georgia, ist ein must Smiley, aber auch Ashville oder St. Augustin, die erste Stadt in den USA von Siedlern überhaupt MÜSSEN wir besuchen. Wir werden sehen.

Die schlechte Nachricht ist, das wir Chile_Back-in-Santiago_044Venezuela auf Grund der derzeitigen Krise von der Route gestrichen haben. Die Sicherheitslage ist katastrophal, die Einreise über Land definitiv nur was für Lebensmüde und Flüge nicht zu bekommen. Selbst die harten Columbianer fliegen lieber statt mit Bussen zu fahren. In Venezuela wurde wohl der Ausnahmezustand verhängt, was mit Ausgehverboten, Beschränkungen und und und verbunden ist. Wir könnten nur über Caracas einfliegen, von da müssen wir per Bus oder Flug nach Merida. Bus ist zu gefährlich und Flüge kann man als Ausländer nicht mehr kaufen. Wir wollen aber nicht verloren gehen oder den Rest der Reisekasse für Lösegeld verschwenden. Machts alles etwas schwierig. Wir haben damit ein kleines Problem, weil wir eigentlich von Caracas nach Miami und weiter nach Atlanta fliegen. Aber unsere gute Fee vom Airberlin-RTW-Ticket-Service, Herr T., hat mal wieder abrakadabra schwupp die wupp, die Flüge auf Lima umgebucht. So werden wir wenigsten nicht sicher beklaut, überfallen, entführt und/oder erschossen. Auch Doros Freundin werden wir schweren Herzens nicht besuchen.

Wir planen also in Kürze unsere Route weiter in Chile Richtung Norden, denn Samstag werden wir Santiago verlassen. Wie und wohin ist noch offen, Endstation wird San Pedro de Atacama sein, von dort mal sehen. Ich möchte unbedingt zum Titicaca-See hoch, Doro aus nachvollziehbaren Gründen nicht. Schaun wir mal, wie das zu lösen ist. Den Machu-Picchu in Peru haben wir ebenfalls so gut wie gestrichen. Nach ersten Infos zu teuer, zu touristisch, zu kalt, zu alles.

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