Australien

Es ist Donnerstag, der 02.01.2014, 10:12 Uhr. Mit dem Abheben des Quantas Flugs QF-143 verlasse ich australischen Boden. Die letzten 5 1/2 Wochen waren, wie soll ich es sagen, bewegend.

Ich bin 10.000km mit Bob, meinem Camper und treuen Gefährten Küche, Bad, Schlaf- und Wohnzimmer in einem, durch Australien gefahren. Ich habs mal auf einer Karte markiert, damit man mal eine Vorstellung bekommt, welche Weiten und Distanzen da zu überbrücken sind.

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Habe tagelang nur Toast mir Erdnussbutter und Marmelade sowie Nudeln mit Sauce gegessen, auf Rest Areas oder sonstigen freien Stellplätzen genächtigt und mir hin und wieder einen Caravanpark gegönnt (im Outback teils gezwungener Maßen), um nicht pleite zu gehen. Wilden Tieren und vielen Gefahren getrotzt, neben einer Schlange heute morgen die erste fette Spinne gesehen (scheiß die Wand an, war die groß) und den unwirklichsten Bedingungen des Planeten  den Kampf angesagt.

Im Outback liegt zwischen 2 Orten, wovon einer aus einem Caravanpark und ner Tanke besteht was? Genau: Nichts. Da kann man 500km fahren und kommt nur durch 2 Orte. Monotonie und Einsamkeit, Dinge die einen schon mürbe machen können. Was für eine Verschwendung an Land, könnte man jetzt sagen… Die Ostküste dagegen ist so dicht bevölkert, das Häuser schon in die Steilhänge gebaut werden (nicht nur wegen der tollen Aussicht Smiley  ).

Ich habe mir mit Australien einen Traum erfüllt, ja er war teils getrübt, aber ich war am Ayers Rock, am Kings Canyon, Great Barrier Reef, sowie fast die gesamt Ostküste und habe das Land, besser den Kontinent unsicher gemacht. Habe wunderschöne Strände, aber auch atemberaubene Natur gesehen. Australien hat mich nicht enttäuscht und mit Tränen in den Augen sitze ich im Flieger, weil ich heute nach Neuseeland weiterziehe.

Dort ist es mit Sicherheit auch toll, einige meinen sogar noch viel besser, aber für mich war Australien der zentrale Spot der Weltreise. Ich weiss, ich komme wieder, irgendwann, irgendwie. Es gibt noch so viel zu sehen, ich will mit dem 4×4 zum Lake Eyre, und auch mal eine richtige Outback-Tour, also Off-Road, erleben, wie und wann weiss ich nicht.

Die Eindrücke, welche ich hier gewonnen habe, sind sicher für mich in Zukunft von großer Bedeutung. Denn neben all der Begeisterung für Land und Leute, so bedeutete es auch einen großen Verzicht. Verzicht auf Menschen, welche einem Nahe stehen, in Zeiten in denen man eigentlich genau das braucht und sich wünscht.

Das Tagebuch endet hier und heute. Ich denke, künftig werden wieder Reiseberichte zur Belustigung beitragen. Das weiss ich aber noch nicht genau. Wir werden sehen. Für Neuseeland jedenfalls werde ich mir morgen in Auckland erst mal Gedanken machen dürfen, wie es hier weitergeht. Da das Land nicht so groß ist, gehts auch mit dem Bus. Dafür kommt man an die besten Stellen nicht ran, weil da eben kein Bus hin fährt. Es wird also eine Tour gebucht werden müssen oder sonst was. Keine Ahnung, das entscheide in intuitiv, so wie mir gerade ist.

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