Arequipa

Arequipa ist bezaubernd und unser zuhause seit der letzten Woche. Hier gibt es alte Gemäuer an jeder Ecke, in jedem Hinterhof  und auf den Märkten gibt es was anzuschauen. Überall ist Leben auf der Straße, Zeitungsstände, hutzelige kleine Frauen aus der Hochebene verkaufen Obst mit der Handwaage, jung und alt wuselt herum mit einem Eis oder Queso Helado in der Hand. Die Straßen laufen nach spanischem Plan wie ein Schachbrettmuster, aber es gibt auch kleine verschachtelte Viertel, in denen man einfach der Nase lang spaziert. Mittelpunkt ist der Plaza de Armas mit Bogengängen und der beeindruckenden Kathedrale, die einen ihrer beiden Türme beim letzten schweren Erdbeben von 2007 verloren hat. Wir sind nicht ganz sicher, welcher der beiden rekonstruiert wurde… sehen beide gleich alt aus.

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Drei Blocks oder wie man hier sagt Cuadros oberhalb der Plaza de Armas, in der Calle Jerusalem, ist unsere Unserkunft. Die Hospedaje Cultural de Canada wird geführt von Harry Marquez, und der ist ein echt liebenswerter Herbergsvater. Es gibt einen kleinen Innenhof und morgens Frühstück mit kleinen dreieckigen Brötchen draußen im Garten, so dass ich mich gleich richtig wohl fühle. Viele Gäste sind außer uns auch nicht da, und so dürfen wir Harrys Küche mitbenutzen.  Der Blick hier ist von unserem Zimmer im ersten Stock in den Patio, wir brauchen nur eine kleine Treppe hinuntergehen wenn wir morgens das Frühstücksgeschirr klappern hörenSmiley

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Was uns außer der Stadt selber hier noch gefällt, sind die freundlichen Menschen und das oft sehr gute Essen. Die Peruaner kochen mit viel frischem Gemüse und Kräutern, es gibt vegetarische Restaurants und leckere Torten und Kuchen, unser Spezialgebiet. Auf dem Weg vom Terminal terrestre, der Busstation außerhalb, in die Innenstadt, kamen wir direkt mit dem Taxifahrer ins Plaudern. Eigentlich hatten wir nur gefragt was hier gerne gegessen wird…. aber das hat ihn zu einem längeren Bericht über die lokalen Essgewohnheiten und Traditionen der hiesigen Küche inspiriert. UNBEDINGT sollte man sonntags einen Ausflug aufs Land machen, wo noch über Holzkohlefeuer caucho, rocotto und pastel de papas zubereitet wird. Wir versuchten uns das zu merken und haben tatsächlich ein paar dieser Gerichte auf den diversen Speisekarten in der Stadt wieder entdeckt – wirklich leckerstZwinkerndes Smiley

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Ein paar Tage möchten wir hier bleiben, um uns alles anzuschauen. Dann geht es nach Puno hoch an den westlichen Teil des Titicacasees… Leider erwischt es mich dort oben so schlimm mit der Höhenkrankheit, dass wir nach einem Tag trotz Mate de Coca und Pillen aus der Apotheke aufgeben, damit keine Folgeschäden zurückbleiben. So geht es nach einer Nacht auf 3600m wieder ins relativ tief gelegene Arequipa… bloß 2600m über dem Meer. Schade, kein Copacabana und keine Isla del Sol, aber es ging nicht anders. Ziemlich schön ist immerhin die Fahrt von Arequipa nach Puno und zurück über das karge Hochplateau, wo wir aus dem Bus Lamas, Alpacas, Lagunen und sogar Flamingos bestaunen können…

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Harry wundert sich etwas, als wir einen Tag später abends schon wieder an seine Tür klopfen, aber er hat offenbar zu tun und meint ohnehin, dass wir ja schon wie zuhause wären und uns auskennen. Durch die plötzlich “übrige” Zeit konnten wir uns auch noch in aller Ruhe das etwas außerhalb gelegene Franziskanerkloster La Recoleta anschauen, ein wunderschöner ruhiger Ort und außerdem ein Museum mit interessanten Exponaten aus der Zeit der Inkas und ihrer Vorfahren.

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