Ab in den Norden!

Morgens um 11h30 geht unser Bus an die Nordküste, Richtung Lovina. Wir fahren wieder mit dem Unternehmen Perama, das sich auf günstige Transporte quer über die Insel spezialisiert hat. Die haben uns schon sicher von Sanur bis Ubud gebracht, und außerdem ist der Inhaber der Großvater von unserer Puri Asri Herbergsmutter – der Familie bleiben wir als Kunden treu. Die Perama-Busse haben Platz für an die 20 Leute, das Gepäck (alles Rucksäcke…) wird hinter dem Fahrer ohne Rücksicht auf dessen Sicherheit in die Höhe gestapelt. Schlaglöcher wie Krater, 4spuriger Verkehr auf 2spurigen Straßen, Hühner und Touristen die ohne Warnung auf die Straße stolpern – was soll schon passieren?  Wir kommen jedenfalls nach 3 Stunden Hopsasa fast wie neu an.

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Lovina ist eigentlich gar kein Ort, sondern mehrere kleine Strandörtchen, die man der Einfachheit halber unter einem Namen zusammenfasst. An der Haltestelle Lovina hüpft ein Perama-Mitarbeiter in den Bus und teilt uns mit, dass es jetzt Essen gibt, das wohl bei der Fahrkarte inklusive war. OK, sind eh schon hungrig. Dann sitzen wir in dem einfachen, aber netten Gartenrestaurant und während wir essen, fragt man uns ob wir gleich hier eine Unterkunft möchten. Wir schauen sie uns mal an, direkt hinten durch im Garten stehen kleine Bungalows, und schon wissen wir wo wir heute nächtigen. Später gehen wir an den Strand: schwarzer Vulkansand, ein paar Boote und kaum Touristen, aber leider etwas vermülltTrauriges Smiley Das ist hier leider öfter so, es gibt kein Müllentsorgungs-System und Plastiktüten halten sich leider ewig. Wir suchen uns ein Plätzchen unter einem Baum und lümmeln eine Weile am Strand herum.  Dann setzen wir uns in eins der drei Lokale am Wasser und schauen uns – bei einem kühlen Bintang (genau, die sponsern uns) – einen echt schönen Sonnenuntergang an.

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Am nächsten Morgen gibt es Frühstück im Gartenlokal. Wir haben uns entschieden direkt weiter die Küste entlang zu fahren nach Permuteran. Das liegt weiter westlich, und an der westlichsten Ecke Balis wollen wir am Ende mit der Fähre nach Java übersetzen. Wir erkundigen uns nach Transportmöglichkeiten. Es sollen blaue und rote Bemos (Minibusse) an der Straße langkommen, wir sollen ein rotes anhalten und könnten damit für je 50.000 Rupien bis Permuteran fahren. Wir stehen lange mit den Rucksäcken an der Straße, es ist heiß. Es kommen keine roten Bemos, dafür halten ungefragt jede Menge blaue und Taxis an, die uns einen special price machen wollen. Der ist uns allerdings viel zu teuer. Dann hält ein junger Mann mit Moped. Wir bekommen verschiedene Angebote: noch ein Kumpel und 2 Mopeds, ein Onkel mit Auto … aber die Preise sind immer noch zu hoch. Heyko erklärt ohne rot zu werden, dass wir nur noch genau 100.000 Rupien dabei haben. OK, sagt der Mann dann plötzlich, ich suche mal meinen Onkel, der hat auch ein Bemo und das kostet dann 100.000. Hä? Aber nach 5 Minuten kommt er tatsächlich zurück, und hinter ihm ein ramponiertes rotes Bemo mit seinem Onkel drin. Der Onkel (?) steckt seinem Neffen (?) einen Schein zu, und wir fahren los. Unterwegs steigen immer wieder Leute zu und aus, die sind sicher froh, dass endlich mal ein rotes Bemo vorbeikommt.

 

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